Warum ist ein Chihuahua so teuer?
Wir werden immer wieder gefragt, warum Chihuahua denn so teuer sind? Wir wurden auch schon wegen unserer Preise belächelt. Das wäre doch eine Unverschämtheit. Auch wenn wir gerade erst anfangen mit unserer Zucht sind so leisten wir doch das gleiche wie ein Züchter der schon länger züchtet. Wir investieren die gleichen mühen, die gleiche Liebe und das gleiche Geld in unsere Hunde und unsere Welpen.
Dass die Chihuahua so teuer sind, hat schon seine Gründe:
• Man kann zuallererst den Chihuahua von den Zuchtbedingungen her nicht mit einem großen Hund vergleichen. Die Geburten sind oft sehr aufwändig und schwierig. Die Hündin bekommt auch nicht 10 Welpen und mehr in einem Wurf. Sehr oft sind es "Einzelkinder", oder auch zwei, wenn es 4 oder 5 sind, dann ist es schon sehr viel. Dann kommt es auch vor, dass die Hündin die Welpen nicht auf die Welt bekommt, und es Totgeburten gibt. Gerade wenn die Welpen etwas größer geraten sind. Das hat eben auch mit der Größe des Chihuahua`s und mit der Größe des Beckens und des Geburtkanals zu tun. Selbst wenn man sich wie wir an die Richtlinien hält und nur mit Chihuahua`s ab ca 2kg züchtet, gibt es häufig eben diese Fälle, dass die Hündin ihre Babys nicht rausbekommt. Dann heißt es so schnell wie möglich zum Tierarzt. Aber selbst der Tierarzt kann oft nicht alle Babys retten. So kann es dann auch sein, dass der eine oder die beiden Babys, die die Hündin hatte, tot zur Welt kommen. Auch wenn man alles dafür getan hat, die Welpen doch noch zu retten.
• Manchmal kommt es dann auch zu einem Kaiserschnitt, für den die Tierärzte ca. 400-600 € berechnen. Die Nachbehandlung nicht mitgerechnet. Wie eben schon gesagt, kann es dann auch sein, dass der eine Welpe, den die Hündin hatte, tot zur Welt kommt. Oder von mehreren Babys mindestens einer nicht überlebt. Das ist aber auch noch nicht alles. Mit einer Hündin, die einen Kaiserschnitt hatte, kann man auch nicht mehr ohne weiteres weiter züchten. Bei der Heilung kann es zu Verwachsungen kommen, die mitunter eine neue Trächtigkeit unverantwortlich machen. Spätestens mit dem zweiten Kaiserschnitt ist die Hündin zuchtuntauglich. Und auch diese Hündin hat man selbst einmal für viel Geld gekauft. Entweder man holt sich zusätzlich eine neue Zuchthündin oder man kann nicht mehr züchten. Zuchthündinnen haben nun mal ihren Preis! Und man trennt sich ja auch nicht mal eben von seiner geliebten Hündin.
• Sind die Welpen dann gesund auf der Welt, muss man als eingetragener Züchter den Wurf beim Zuchtwart melden und abnehmen lassen. Die Abnahme kostet allerdings auch wieder. Für die Ahnentafeln, die man für jeden einzelnen Welpen bestellen muss, zahlt man ebenfalls. Mal ganz von den Mitgliedsbeiträgen des Zuchtvereins abgesehen.
• Natürlich muss auch die medizinische Betreuung der Welpen gewährleistet sein. Die Welpen müssen regelmäßig geimpft werden. Als nächstes müssen die Welpen auch ihren Chip bekommen. Mehrfaches Entwurmen ist auch unbedingt nötig (unsere Welpen werden bis sie mit 12 Wochen abgabebereit sind 6 mal entwurmt. Vor der Abgabe werden unsere Welpen dann auch noch tierärztlich untersucht, damit der Käufer und wir selbst sicher sind, dass die Welpen auch kerngesund sind.
• Und dann sind da natürlich auch noch die Futterkosten. Die Welpen brauchen mitunter Zusatzmilch, wenn die Mutterhündin nicht genügend Milch hat. Nach einiger Zeit bekommen sie statt der Milch ein spezieller Welpenbrei und nach dem Welpenbrei Dosenfutter für Welpen. Dazu immer Trockenfutter. Die Kosten für das Futter kann man gar nicht so genau berechnen, aber es ist nicht gerade günstig.
• Die ganze Zeit, die man in die Pflege der Hunde steckt und den Zeitaufwand den man hat, wenn man die Kleinen mit der Flasche beifüttern oder ganz mit der Hand aufziehen muss, den kann man auch nicht berechnen. Man muss dazu auch immer sehen, dass die Tiere gekämmt werden, die Körbchen sauber gehalten werden und auch sonst für Sauberkeit sorgen.
• Wir haben zwar einen Rüden aber gehen bei einem anderen Züchter Fremddecken da man den eigenen Rüden nicht immer benutzen kann. Einfach um auch "frisches Blut" in den Bestand zu bekommen. Für das Decken nimmt ein Züchter auch 450 € und mehr, je nach Rüde.
• Damit man mit seinen Zucht Hündinnen und Rüden vom Verein aus auch züchten darf und für die Welpen später Papiere bekommt, muss man diese erst einmal zuchttauglich schreiben lassen. Das kostet natürlich auch wieder. Geht man mit der Hündin auf Ausstellungen, damit das Tier einige Titel vorweisen kann, zahlt man für jeden Ausstellungsbesuch und für jedes Tier Startgebühr. Für jedes Eintragen errungenen Championate, zahlt man dann nochmals extra. Das sind je nach Ausstellung und Verein pro Hund und Titel 30-45Euro Startgebühr und nochmals 15-30 Euro für das Ausstellen eines Championats, wenn der Hund die Vorraussetzungen für ein bestimmtes Championat erfüllt hat.
• Natürlich müssen auch Züchter ihre Hundesteuer zahlen. Das sind bei uns 88 Euro pro Tier.
• Zuletzt kann es immer einmal sein, daß einer der Welpen oder eines der Zuchttiere spezielle medizinische Betreuung oder sogar eine Operation benötigt. Dann gehen die Tierarztkosten sehr oft in die Hunderte.
Dies war nur eine grobe Liste der Kosten, die auf einen seriösen Züchter zukommen. Dazu kommt noch ganz viel Kleinkram wie z.B. Spielzeug, Decken und Körbchen.
Die Preise unserer Chihuahua haben also schon ihren Grund. Wenn man bei diesen ganzen Kosten Anbieter sieht, die ihre Tiere für 200-600 € anbieten, da frag man sich schon wie das sein kann. Selbst wenn man sagt, man möchte mit den Tieren nichts verdienen, so ist wohl kaum jemand so gut betucht, dass er nicht wenigsten einen kleinen Teil, von dem, was man in sein Liebling investiert hat zurück bekommen möchte. Mehrere hundert Euro auf einen Welpen draufzahlen, das kann sich wohl wirklich keiner leisten.
Und das wichtigste was man in seine Lieblinge investiert ist jede Menge Liebe, Zeit, Fürsorge und Verantwortung! Das kann man mit Geld schon gar nicht aufwiegen… Mit jedem Welpen geben wir auch immer ein Stück unseres Herzens ab!!! Sie werden einem in die Hand geboren, durch die Hand groß gezogen und mit diesen Händen in eine neue Familie gegeben.... Und wenn alles gut klappt und man die richtigen neuen Menschen für diese Wesen gefunden hat, wird man sie auch noch viele Male mit den gleichen Händen streicheln dürfen....
Unsere Preise liegen zwischen 850 und 1200 Euro
from the tiny paws
